Donnerstag, 7. November 2013

I. Tief von vielen...

Heute geht es mir mal wieder extrem schlecht... ich weine, einerseits aus Trauer, andererseits aus Verzweiflung.

Vor über 2 Jahren musste ich meine über alles geliebte Hündin nach schwerer Krankheit gehen lassen ... manche werden jetzt denken, dass das doch nur ein Tier war, aber ich denke nicht so - seit ich denken kann, war ich von Tieren umgeben und habe auch nie Furcht vor ihnen empfunden.
Meine Hündin war mein Ein und Alles. Ich war 5, als sie als Baby zu uns kam und seither waren wir unzertrennlich.
Es gab Jahre, da hatte ich nur sie, sonst niemanden. Sie war immer da, spendete mir Trost und ließ mich viele Sachen vergessen.
Mit 14 Jahren und 4 Monaten schlug das Schicksal zu, und wir mussten sie gehen lassen ... da war ich gerade 20 Jahre alt.


Sie schlief bei uns zu Hause ein. Ich erinnere mich, dass ich versucht habe, meine Tränen zurück zu halten, weil mir meine Mama immer gesagt hatte, Tiere würden unser Leid spüren... ich küsste ihre raue Nase, und hielt ihr Gesichtchen zwischen meinen Händen fest ... als sie leicht narkotisiert war, hielt ich sie in meinen Armen, fest an meine Brust gedrückt, damit sie vielleicht meinen Herzschlag hören konnte ... ich wollte sie nicht gehen lassen, obwohl ich wusste, dass es nötig war ...
Meine Hand lag direkt über ihrem Herzen, als ihr Herzschlag schließlich immer schwächer wurde und dann verstummte ... während ich das schreibe, weine ich wieder bitterlich.

Ich hielt sie noch im Arm, als es vorbei war. In jenem Moment starb etwas in mir mit ihr, und ich weinte nur noch. Meine beste Freundin, meine Süße, meine Kleine ... war fort.

All das ist schon so lange her, und ich habe es noch nicht überwunden - ich glaube, das wird auch nie der Fall sein, denn sie war wichtiger als viele andere Menschen in meinem Leben. Ihr Halt, ihr Dasein fehlt mir jeden Tag so sehr, ich vermisse sie so unendlich...

Und wenn mich dann das Gefühl des Nichtsseins überkommt, ist es umso schlimmer ... ich frage mich, was für einen Sinn mein Leben hat, jetzt, wo sie nicht mehr da ist. Ich erreiche meine Wünsche und Ziele einfach nicht, erleide ständig irgendwelche Rückfälle, selten Glücksmomente ... 

Ich nehme mir vor, etwas mit jemandem zu unternehmen, wozu ich selten die Gelegenheit habe - und was passiert? Im allerletzten Moment kenzele ich alles, obwohl ich mich so drauf gefreut hätte. Meist überkommen mich dann Schuldgefühle - 'aber du hast doch kaum Geld, wie soll das gehen?' 'Eigentlich könntest du stattdessen den Haushalt machen' etc. ... wobei das mit dem Geld ja nicht so falsch ist, wie ich es schon im letzten Post angemerkt habe ... aber ich komme SO SELTEN raus, und da hätte mir sowas shcon irgendwie gut getan ... aber ich schaff es einfach nicht aus dieser Wohnung raus.





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