Donnerstag, 28. November 2013

Ich zähle die Tage ...

... nur noch bis zum offiziellen Therapiebeginn, der anfang Dezember sein soll. Ich halte diesen Zustand einfach nicht mehr aus, ich will abgelenkt werden, nicht immer daran denken müssen, dass ich keinen ordentlichen Job habe bzw. finde (NIE WIEDER CALLCENTER ARBEIT!!), dass ich momentan nicht das studieren kann was ich wirklich möchte ..., und dann wiederum, dass ich im Augenblick gar nicht die Kraft aufbringen kann, irgendwas zu tun. Es ist ein ewiger Teufelskreis.

Ich hoffe sehr, dass mir dieser tagesklinische Aufenthalt endlich hilft, dass ich mich dann nicht mehr selbst hasse und mich alles so fertig macht wie jetzt.
Erst heute hatte ich wieder einen Zusammenbruch. Ich habe mir diverse FH-Studiengänge (als Alternative zu Medizin, wobei es dafür ja eigentlich keine Alternative für mich gibt) angesehen, wollte mich für 2014 schon anmelden, und wieder ...


"Das Geld reicht dafür momentan nicht aus. Wie willst du die Gebühren bezahlen? Wovon? Du musst noch mindestens 1 Jahr warten, bis dein Freund sein Studium abgeschlossen hat und er dann alles weitere allein finanzieren kann, ..."

Völlig vernünftig, eigentlich, aber für mich, wo ich jetzt schon knapp 5 Jahre (!) warte, bis er fertig ist, und mich derweilen mit den miesesten Jobs über Wasser halten musste (Call Center Jobs, Schrauben zählen ... kein Witz!) ist da einfach wieder der Eimer übergelaufen und ich habe alles und jeden gehasst. Ich bin total ausgetickt und habe wieder nur die Schuld in meiner Dummheit & in meinem Freund gesehen, der Arme.

Und trotzdem, habe ich die Warterei langsam echt satt. Ich habe KEINEN BOCK mehr. Ich will endlich Medizin studieren, dem nachgehen, was mich so sehr interessiert!  

Donnerstag, 21. November 2013

Süße Düfte in der Luft :3

Meine Mum & ich haben uns vergangenen Montag mal wieder daran gemacht, Weihnachtskekse zu backen




Es tat wirklich gut, mal wieder von einigen Sorgen abgelenkt zu sein, mit meiner Mum zu reden und gleichzeitig Kekse zu backen - wir haben schon einige Sorten fertig, u.a. Kokosbusserl, Linzeraugen, Haselnussgebäck ... aber es kommt noch einiges dazu.
Könnte ich jeden Tag zu meinen Eltern fahren, wären wir wahrscheinlich auch schneller fertig, allerdings kann ich mir auf Dauer die Fahrtkosten nicht leisten.

Natürlich gab es heute - wie sollte es sonst auch sein - wieder nur Probleme. Im Oktober hatte sich eine nette Ärztin bei mir gemeldet, weil ich mich bei ihr beworben hatte - blöderweise hat sich alles mit meiner Therapie überschnitten und sie meinte, sie könnte meine Therapie abwarten und ich könnte gleich danach bei ihr beginnen.

Da wusste ich allerdings noch nicht, dass der Vorstellungstermin nicht gleichbedeutend mit Therapiebeginn war ... Mist, verdammt nochmal!
Denn heute hat sich die Dame wieder bei mir gemeldet, um nachzufragen, wie es mir geht und ob ich im Dez. anfangen könnte, weil sie dringend jemanden brauchen ... sie war SO nett, als wir im Oktober telefonierten, aber mein Problem besteht darin, dass meine Therapie erst im Dez. beginnen soll - ich bin total im Zwiespalt, soll ich meine Probleme Probleme sein lassen und den Job (wahrscheinlich geringfügig) beginnen oder die Therapie beginnen, auf die ich schon so lange gewartet habe?!
Beides gleichzeitig zu beginnen geht nicht, wurde mir am Telefon gesagt, als ich in der Tagesklinik angerufen habe - ich müsste mich, wenn schon, völlig auf die Therapie konzentrieren.

Ich weiß gar nicht, was ich mir von der Therapie erwarte, aber ich HOFFE so sehr, dass ich danach nicht mehr ständig traurig bin und mich immer einsam fühle. Ich hoffe, dass ich eine stärkere Persönlichkeit werde und mich meine damaligen und heutigen Lebensumstände dann nicht mehr permanent fertig machen, und meine größte Hoffnung besteht darin, keine Angst mehr vorm Versagen zu haben - denn genau aus diesem Grund habe ich den Aufnahmetest wohl auch so oft verbockt.
Ich hoffe echt, dass die Therapie es wert ist, ein vielleicht tolles Jobangebot absagen zu müssen ...





Sonntag, 17. November 2013

Und wieder einer ...

Gestern habe ich es endlich geschafft, mich wieder mal von einem meiner sogenannten "Freunde" (nennen wir ihn V.) loszulösen. Es tat zwar weh, aber im nachhinein betrachtet, war es wohl eine richtige Entscheidung, denn ein Freund scheint er ja nie wirklich gewesen zu sein.


Donnerstag, 7. November 2013

I. Tief von vielen...

Heute geht es mir mal wieder extrem schlecht... ich weine, einerseits aus Trauer, andererseits aus Verzweiflung.

Vor über 2 Jahren musste ich meine über alles geliebte Hündin nach schwerer Krankheit gehen lassen ... manche werden jetzt denken, dass das doch nur ein Tier war, aber ich denke nicht so - seit ich denken kann, war ich von Tieren umgeben und habe auch nie Furcht vor ihnen empfunden.
Meine Hündin war mein Ein und Alles. Ich war 5, als sie als Baby zu uns kam und seither waren wir unzertrennlich.
Es gab Jahre, da hatte ich nur sie, sonst niemanden. Sie war immer da, spendete mir Trost und ließ mich viele Sachen vergessen.
Mit 14 Jahren und 4 Monaten schlug das Schicksal zu, und wir mussten sie gehen lassen ... da war ich gerade 20 Jahre alt.


Sie schlief bei uns zu Hause ein. Ich erinnere mich, dass ich versucht habe, meine Tränen zurück zu halten, weil mir meine Mama immer gesagt hatte, Tiere würden unser Leid spüren... ich küsste ihre raue Nase, und hielt ihr Gesichtchen zwischen meinen Händen fest ... als sie leicht narkotisiert war, hielt ich sie in meinen Armen, fest an meine Brust gedrückt, damit sie vielleicht meinen Herzschlag hören konnte ... ich wollte sie nicht gehen lassen, obwohl ich wusste, dass es nötig war ...
Meine Hand lag direkt über ihrem Herzen, als ihr Herzschlag schließlich immer schwächer wurde und dann verstummte ... während ich das schreibe, weine ich wieder bitterlich.

Ich hielt sie noch im Arm, als es vorbei war. In jenem Moment starb etwas in mir mit ihr, und ich weinte nur noch. Meine beste Freundin, meine Süße, meine Kleine ... war fort.

All das ist schon so lange her, und ich habe es noch nicht überwunden - ich glaube, das wird auch nie der Fall sein, denn sie war wichtiger als viele andere Menschen in meinem Leben. Ihr Halt, ihr Dasein fehlt mir jeden Tag so sehr, ich vermisse sie so unendlich...

Und wenn mich dann das Gefühl des Nichtsseins überkommt, ist es umso schlimmer ... ich frage mich, was für einen Sinn mein Leben hat, jetzt, wo sie nicht mehr da ist. Ich erreiche meine Wünsche und Ziele einfach nicht, erleide ständig irgendwelche Rückfälle, selten Glücksmomente ... 

Ich nehme mir vor, etwas mit jemandem zu unternehmen, wozu ich selten die Gelegenheit habe - und was passiert? Im allerletzten Moment kenzele ich alles, obwohl ich mich so drauf gefreut hätte. Meist überkommen mich dann Schuldgefühle - 'aber du hast doch kaum Geld, wie soll das gehen?' 'Eigentlich könntest du stattdessen den Haushalt machen' etc. ... wobei das mit dem Geld ja nicht so falsch ist, wie ich es schon im letzten Post angemerkt habe ... aber ich komme SO SELTEN raus, und da hätte mir sowas shcon irgendwie gut getan ... aber ich schaff es einfach nicht aus dieser Wohnung raus.





Dienstag, 5. November 2013

Oh, die lieben Geldsorgen ... mal wieder T^T

Wer kennt das Gefühl denn nicht, mal Geldsorgen zu haben? Leider gehöre ich mal wieder zu dieser Zielgruppe, die gut überlegen müssen, was sie mit ihrem Geld anfangen. 
 Uuund ich haaasse es!!

Ich bin lieber eigenständig und nicht gern auf die (finanzielle) Unterstützung anderer angewiesen. Während meiner 2 Versuche, ein Alternativ-Studium zu Med zu finden, bin ich nebenbei immer arbeiten gegangen; nicht nur, um meinen Eltern nicht so auf der Tasche liegen zu müssen, sondern auch, weil ich es für wichtig hielt, selbst noch was zu erarbeiten, zu sparen und auch mal was Nettes damit kaufen zu können.
Hätte ich unlängst nicht meinen heißgeliebten Job verloren (ja, mir war der Job SEHR wichtig - angeblich musste ich aus Kostengründen entlassen werden), dann wäre ich jetzt nicht in dieser Misere.
Solang aber meine Therapie nicht begonnen hat, bzw. nicht abgeschlossen ist, bin ich leider auf das AMS angewiesen, da mich keiner nehmen würde und dann akzeptieren würde, dass ich mal so eben für 4-6 Wochen in Therapie geh ... und ich hasse das genauso - lieber würde ich selbst für meinen Unterhalt sorgen.


Also heißt es mal wieder extrem sparen und genügsam sein, und genau jetzt ist natürlich mein einziger (alter) Wintermantel spurlos verschwunden und ich muss mir einen neuen leisten ...





 


Ein neuer Anfang?

Ich weiß gar nicht so wirklich, was ich schreiben soll. Seit einiger Zeit habe ich das Inet nach weiteren Blogs durchforstet, die sich mit den Themen Depression und Suizid befassen und bin auf viele interessante Geschichten gestoßen, und ich glaube auch, dass es den Menschen, die ihren Gefühlen und Erfahrungen auf so einem Blog freien Lauf lassen können, danach besser geht.
Genau das möchte ich also auch versuchen und damit vielleicht auch den ein- oder anderen Menschen damit auch helfen.


Ich habe noch nie eine offizielle Diagnose von sämtlichen Psychotherapeuten bekommen, die ich im Laufe des Lebens besucht habe, nur eine einzige habe ich mal erfahren: "emotional-instabile Persönlichkeitsstörung"; was so viel bedeutet, dass ich mal zufrieden mit einer Entscheidung oder meinem Leben bin, und in der nächsten Sekunde ist das alles null und nichtig für mich, und das seit ... eigentlich, seit meiner Zeit in der Volksschule.

Jedenfalls habe ich mich vor einigen Wochen endlich dazu aufgerafft, mir Hilfe zu suchen, da ich mit diesem ewig klammen Gefühlen nicht mehr leben kann und will. Es nimmt mir die Luft zum Atmen, ich habe Gliederschmerzen und keine Lust mehr, auch nur irgendwas zu machen - in einigen Wochen darf ich also hoffentlich meine ambulante Therapie in einer Tagesklinik beginnen und somit ein neues Kapitel in meinem Leben aufschlagen.