Mittwoch, 4. Dezember 2013

Tag 1 & 2; Zusammenfassung

Die beiden Tage waren nicht sehr spektakulär für mich. An Tag 1 (3.12.) gab's eine kleine Einführung, Erklärung der Räumlichkeiten, jede Menge Vertrags- Bürokratiekrams, und ich habe ein paar neue Leute kennen gelernt. Leider keiner davon in meinem Alter ...

Witzigerweise habe ich aber eine meiner Nachbarinnen getroffen, die auch dort Patientin ist, also war ich nicht ganz so allein.

Leider war es nicht derselbe Arzt wie beim Aufnahmegespräch anfang November, sondern ein anderer, dem ich den Sachverhalt - also warum ich eigentlich hier bin - schildern musste. Ich komme mit dieser Person absolut nicht klar - unfreundlich und eiskalt, und ich bin nicht die Einzige, die diesen Eindruck hat.
 

Therapiemäßig starte ich erst nächste Woche durch, diese Woche soll ich mich erstmal eingewöhnen und an Eingewöhnungstreffen teilnehmen (Wortwiederholung -_-), (Blut)Befunde nachbringen ...,
Medikamente bekomme ich keine, außer Truxal, die ich im Notfall nehmen soll.
Im übrigen wurde die Verdachtsdiagnose BORDERLINE gestellt, eine genauere Diagnostik soll aber noch durchgeführt werden. 


Heute (2. Tag) hatte ich eine "Skills"-Einführung, um mich später näher mit dem Thema auseinander zu setzen; Skills sollen mir dann helfen, aus einem Tief, einer extremen Situation, wieder ins Hier-und-Jetzt zu kommen, aber näheres berichte ich, wenn es so weit ist und ich meine erste, richtige Therapieeinheit hinter mich gebracht habe.
Danach hatte ich ein Gruppentreffen, wo über den/die richtige/n Therapeuten oder Therapeutin für die Nachsorge diskutiert wurde - gääähn!


Und danach haben wir einen Ausflug zu einer nahe gelegenen Alpaka-Ranch unternommen, war zwar ganz nett, aber mM nach etwas zu kalt, um dort 1 h zu verbringen und sich berieseln zu lassen.

Ich hoffe, bald Spannenderes erleben zu dürfen :)










Montag, 2. Dezember 2013

Therapiebeginn mit 3. Dezember ...

Morgen beginne ich also endlich mit meiner Therapie ... und mir geht es trotzdem so schlecht. Gestern habe ich wieder die Fassung verloren, habe ständig über das Sterben nachgedacht und mich danach gesehnt ... einfach nicht mehr da zu sein.
Ich habe das Gefühl, nicht wichtig zu sein, nichts wert zu sein und ich frage mich, was der Sinn meines Lebens sein soll.
Ich habe an Beni gedacht, und wie sehr sie mir fehlt. Ich habe daran gedacht, ob ich sie wohl wieder sehen würde, ob es danach überhaupt noch etwas geben würde ...

Ich habe gestern wahnsinnig gefroren. Meine Gliedmaßen waren eiskalt und taten mir einfach nur weh, und trotzdem habe ich ein unangenehmes Kribbeln gespürt. Ich habe daran gedacht, wie einsam ich in Wirklichkeit bin, und dass ich an all meinen Situationen doch selbst Schuld bin.

In der Hoffnung, einfach nur schnell und tief einzuschlafen (und nicht wieder aufzuwachen?), habe ich eine der zwei TRAMAL-Tabletten (50mg) genommen, die ich noch aufgehoben hatte - ich habe überlegt, die zweite auch gleich zu nehmen, aber A. ist mir dazwischen gekommen und hat sie runter gespült ... nach einer halben Stunde war ich ziemlich zugedröhnt, sehr müde und erschöpft und konnte mich kaum noch bewegen ... wenn sich das Sterben, also einfach zu liegen und müde zu werden, auch so anfühlt, dann habe ich wirklich keine Angst mehr davor. Eigentlich habe ich gar keine Angst davor, weil es eine Erlösung ist ...

Meine Therapie beginnt bald, aber ich denke nicht, dass sie mir viel helfen wird. Ich glaube nicht, dass man mir noch helfen kann.
Zudem macht mir die Krankenkasse Probleme - ich war heute beim Hausarzt und habe mich mit morgen krank melden lassen, habe dem AMS bescheid gegeben, aber wenn ich zum Kontrollarzt muss, habe ich Angst, dass dieser alles als null und nichtig sehen könnte ...

Ich habe A. gesagt, falls mir etwas passieren sollte, soll er dafür sorgen, dass ich ein Foto von Beni mit bekomme, und dass meine Eltern mein Testament erhalten sollen.

Ich kann einfach nicht mehr.

Donnerstag, 28. November 2013

Ich zähle die Tage ...

... nur noch bis zum offiziellen Therapiebeginn, der anfang Dezember sein soll. Ich halte diesen Zustand einfach nicht mehr aus, ich will abgelenkt werden, nicht immer daran denken müssen, dass ich keinen ordentlichen Job habe bzw. finde (NIE WIEDER CALLCENTER ARBEIT!!), dass ich momentan nicht das studieren kann was ich wirklich möchte ..., und dann wiederum, dass ich im Augenblick gar nicht die Kraft aufbringen kann, irgendwas zu tun. Es ist ein ewiger Teufelskreis.

Ich hoffe sehr, dass mir dieser tagesklinische Aufenthalt endlich hilft, dass ich mich dann nicht mehr selbst hasse und mich alles so fertig macht wie jetzt.
Erst heute hatte ich wieder einen Zusammenbruch. Ich habe mir diverse FH-Studiengänge (als Alternative zu Medizin, wobei es dafür ja eigentlich keine Alternative für mich gibt) angesehen, wollte mich für 2014 schon anmelden, und wieder ...


"Das Geld reicht dafür momentan nicht aus. Wie willst du die Gebühren bezahlen? Wovon? Du musst noch mindestens 1 Jahr warten, bis dein Freund sein Studium abgeschlossen hat und er dann alles weitere allein finanzieren kann, ..."

Völlig vernünftig, eigentlich, aber für mich, wo ich jetzt schon knapp 5 Jahre (!) warte, bis er fertig ist, und mich derweilen mit den miesesten Jobs über Wasser halten musste (Call Center Jobs, Schrauben zählen ... kein Witz!) ist da einfach wieder der Eimer übergelaufen und ich habe alles und jeden gehasst. Ich bin total ausgetickt und habe wieder nur die Schuld in meiner Dummheit & in meinem Freund gesehen, der Arme.

Und trotzdem, habe ich die Warterei langsam echt satt. Ich habe KEINEN BOCK mehr. Ich will endlich Medizin studieren, dem nachgehen, was mich so sehr interessiert!  

Donnerstag, 21. November 2013

Süße Düfte in der Luft :3

Meine Mum & ich haben uns vergangenen Montag mal wieder daran gemacht, Weihnachtskekse zu backen




Es tat wirklich gut, mal wieder von einigen Sorgen abgelenkt zu sein, mit meiner Mum zu reden und gleichzeitig Kekse zu backen - wir haben schon einige Sorten fertig, u.a. Kokosbusserl, Linzeraugen, Haselnussgebäck ... aber es kommt noch einiges dazu.
Könnte ich jeden Tag zu meinen Eltern fahren, wären wir wahrscheinlich auch schneller fertig, allerdings kann ich mir auf Dauer die Fahrtkosten nicht leisten.

Natürlich gab es heute - wie sollte es sonst auch sein - wieder nur Probleme. Im Oktober hatte sich eine nette Ärztin bei mir gemeldet, weil ich mich bei ihr beworben hatte - blöderweise hat sich alles mit meiner Therapie überschnitten und sie meinte, sie könnte meine Therapie abwarten und ich könnte gleich danach bei ihr beginnen.

Da wusste ich allerdings noch nicht, dass der Vorstellungstermin nicht gleichbedeutend mit Therapiebeginn war ... Mist, verdammt nochmal!
Denn heute hat sich die Dame wieder bei mir gemeldet, um nachzufragen, wie es mir geht und ob ich im Dez. anfangen könnte, weil sie dringend jemanden brauchen ... sie war SO nett, als wir im Oktober telefonierten, aber mein Problem besteht darin, dass meine Therapie erst im Dez. beginnen soll - ich bin total im Zwiespalt, soll ich meine Probleme Probleme sein lassen und den Job (wahrscheinlich geringfügig) beginnen oder die Therapie beginnen, auf die ich schon so lange gewartet habe?!
Beides gleichzeitig zu beginnen geht nicht, wurde mir am Telefon gesagt, als ich in der Tagesklinik angerufen habe - ich müsste mich, wenn schon, völlig auf die Therapie konzentrieren.

Ich weiß gar nicht, was ich mir von der Therapie erwarte, aber ich HOFFE so sehr, dass ich danach nicht mehr ständig traurig bin und mich immer einsam fühle. Ich hoffe, dass ich eine stärkere Persönlichkeit werde und mich meine damaligen und heutigen Lebensumstände dann nicht mehr permanent fertig machen, und meine größte Hoffnung besteht darin, keine Angst mehr vorm Versagen zu haben - denn genau aus diesem Grund habe ich den Aufnahmetest wohl auch so oft verbockt.
Ich hoffe echt, dass die Therapie es wert ist, ein vielleicht tolles Jobangebot absagen zu müssen ...





Sonntag, 17. November 2013

Und wieder einer ...

Gestern habe ich es endlich geschafft, mich wieder mal von einem meiner sogenannten "Freunde" (nennen wir ihn V.) loszulösen. Es tat zwar weh, aber im nachhinein betrachtet, war es wohl eine richtige Entscheidung, denn ein Freund scheint er ja nie wirklich gewesen zu sein.